Hegedûs Béla Honlapja

Die Ferne ist nicht dein Heim



Stets erinnere dich an die Heimat,
die unschwer geschwankt
zurückgelassen hast.
Wenn den Namen dieses Volks hörst,
richte dich drauf stolz auf.


    Dein Auge soll funkeln wie das
    eines gehetzten Wilds,
    schütz den Boden der Wiege,
    in der auch du zu blühen begann.


Den betäubenden Duft der süssen Heimat
spürst ohnehin nirgends,
den, der noch tief im Herzen blieb,
sperr fest.


    Dein glückliches Kindheits Gelächter blieb hier,
    fliegt in der Wärme durch die Gegend,
    aber die Erwachsensjahre tun dir weh,
    dort werden sie durch den unbekannten Sommer
    in Eis konserviert.


Die Sprache ist schwer und leicht vergesslich,
wenn Fremden darauf stampfen,
ihre schöne Musik abnutzen.


    Dafür baut man neue Noten,
    die alten sind zu schwer rasch abzuspielen.
    Wenn das Dunkel in deinem Zimmer schwebt,
    senkst den Kopf auf dein Kissen,
    lange blickst du zurück
    über samtigen Gipfeln
    AUF DEIN HEIM.


Du weisst es, dass die Ferne
nicht dein Heim ist,
nur Schlafstätte,
auf die später deinen
traurigen Mieskopf senkst.


    Jetzt widerhallt der Gipfel;
    er sah dort dein Mütterlein
    unten im Tal, im grünnen Feld,
    in einem schwarzen mit Gold durchwobenen Tuch


Das Bildnis deines Mütterleins
badet in Heisstränen,
deren Wellen dein Entsinnen
höher und höher treibt.


    In der Frühe, wenn der Tagesanbruch gähnt,
    webst noch deine Träume
    und dein Trieb jagt dich
    von ihr Abschied zu nehmen.


Dein Gedanke, wenn er Wanderung macht,
er geht zwischen den Felsen lange umher
um die liebste Grüne und verworfene
Erinnerungen des Entsinnens zu finden.


    Dies kleines Land,
    dessen Karpatenring getauscht hast,
    der der überwertvollste ist,
    auch ohne dich lebt es, glaub es.


Du warfst es von dir weg,
wäre es ein Kram,
dein harter Trotz hat dich völlig beherrscht,
dem du gänzlich schwach warst zu gefehlen.


Wenn über deinem Kopf
die Erinnerung
der Vorjahre fliegt,
und die verglibenen Bildnisse
verzweifelt rund um dich lockst,
Salztränen waschen dir
deine Sünde weg -
deine Sünde weg.


(ford.: H-né Tormási Éva)



4. kötet

Versek

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